Größe und Gewicht

Boa Constrictor Constrictor aus dem Verbreitungsgebiet Surinam gehören zu den gößeren Boas. Sie können unter Umständen eine Länge von 3 Metern erreichen. In der Terrarienhaltung erreichen die Tiere meist nur eine Größe von 2,50 Meter. Viele Tiere bleiben deutlich kleiner.

Das Geburtsgewicht einer Boa Constrictor liegt ca. zwischen 60 und 100g. Die Boa Constrictor Constrictor kann ein Endgewicht von 25kg erreichen. Andere Unterarten liegen in einem Bereich von 5-25 kg Gewicht, was je nach Verbreitungsgebiet unterschiedlich ist.

Meine großen Tiere von einer DNZ 2003 wiegen ca. 8-10kg.


Aussehen

Die Surinam Boa besticht durch ihre Schönheit in Zeichnung und Farbe.
Besonders auffällig ist, wie bei allen Rotschwanzboas, der schöne kirschrote Schwanz.
Diese Färbung kann unterschiedlich intensiv ausfallen.
Die 15-21 Sattelflecken sind meist fledermausförmig oder sanduhrförmig ausgeprägt.
Die Flanken der Tiere können durch eine rosa oder lila Färbung beeindrucken.
Die Grundfärbung kann von einem hellen elfenbeinfarbenen Ton bis hin zu einem dunklen Grauton sein.


Klimatische Bedingungen in der Terrarienhaltung

Die Surinam Boa benötigt ein Temperaturgefälle von tagsüber ca. 32 Grad Celsius unter bzw. auf einem Hotspot bis hin zu einer kühleren Ecke von 26 Grad Celsius. Nachts sollte die Temperatur im Terrarium abgesenkt werden. Die Nachttemperatur sollte bei ca. 23 - 24 Grad Celsius liegen.
Eine Luftfeuchte von ca. 60 - 70 % sollte ebenfalls im Terrarium herrschen
.


Größe des Terrariums

Die Größe des Terrariums sollte mit der Schlange mitwachsen.
Eine kleine Boa die bereits in einem "großen" Endterrarium untergebracht wird kann sich schwierig in der Futteraufnahme zeigen. Besser ist es ein junges Tier vorerst in einem kleineren Terrarium unterzubringen und es später dann in das Endterrarium umzusiedeln.

Für die Berechnung der Terrariengröße gilt die Regel:

Bei Boas unter 1,50 Meter: 

Länge des Beckens 1,00 m x Länge der Boa
                               
Breite des Beckens 0,50 m x Länge der Boa

Höhe des Beckens 0,75 m x Länge der Boa


Bei Boas über 1,5 Meter:


Länge des Beckens 0,75 m x Länge der Boa

Breite des Beckens 0,50 m x Länge der Boa

Höhe des Beckens 0,75 m x Läng der Boa

Dies kann auch in dem Gutachten zur Haltung von Reptilien des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nachgelesen werden.
- zum Gutachten -



Beleuchtung

Eine tägliche Beleuchtungsdauer von 10-12 Stunden ist vollkommen ausreichend.
In der Paarungszeit verkürze ich die Beleuchtungsdauer nach und nach bis auf 8 Stunden.
Bis zum 16.12.2009 nutzte ich handelsübliche Leuchtstoffröhren.
Am 16.12.2009 tauschte ich in allen meinen Terrarien die handelsüblichen Leuchtstoffröhren gegen die Leuchtstoffröhren ReptiGlo 2.0 in Verbindung mit Arcadia Reflektoren aus.
Ich war sehr positv über die RetiGlo Leuchtstoffröhren überrascht.
Die Farben meiner Tiere kommen jetzt noch besser zur Geltung. Eine tolle Leuchtstoffröhre mit einem schönen natürlichen Tageslicht

Diese Leuchtstoffröhre ist eine Vollspektrum Tageslicht Lampe die eine sehr hohe Leistung an sichtbarem Licht erzeugt. Der UVA Anteil (25%) stimuliert den Apptetit, die Aktivitöt sowie das Fortpflanzungsverhalten der Tiere.
Der UVB Anteil (2%) fördert die Vitamin D3 Synthese.
Ein hoher Farbwiedergabeinde (CRI) von 98 sowie die Farbtemperatur von 6700K zeichnen diese Lampe aus.







Wasserbecken


Es sollte sich ein Wasserbecken im Terrarium befinden, dass so groß ist, dass eine Boa auch darin baden kann.
Das Wasserbecken dient nicht nur als Trinkgefäß sondern wird auch gelegentlich ganz gerne als Badbecken aufgesucht und dabei doch des öfteren als Toilette missbraucht.

Ich nutze als Wasserbecken Katzentoiletten die ich mir im Zooladen besorgt habe.
Bitte keine alten ausrangierten Katzentoiletten nehem, sondern neue und unbenutzte Katzentoiletten.


Fütterung

Die Boa constrictor frisst alles was man an Nagetieren anbietet. Ich bevorzuge als Futtertiere ja nach Größe der Schlange Mäuse, Ratten, Meerschweinchen und Hasen.
Die Boa Constrictor frisst auch Vögel wie z.B. Eintagsküken. Die Verfütterung von Eintagsküken kann aber einen breiartigen stark riechenden Kot verursachen.
Ich verzichte weitgehenst auf die Verfütterung von Eintagsküken.

In der freien Natur fallen der Boa Constrictor auch gelegentlich mal eine Echse als Futter zur Beute.

Zu den Fütterungsintervallen gibt es unterschiedliche Ansichten.

Ich füttere die Jungtiere in der Regel alle 7 - 10 Tage mit Mäusen und Ratten der entsprechenden Größe.

Semiadulte Tiere bekommen dann alle 10-14 Tage ihr Futter. Hier bevorzuge ich dann Ratten und versuche auf Mäuse zu verzichten.

Adulten Tiere werden bei der Fütterung zwischen Männchen und Weibchen utnerschieden.

Die Weibchen benötigen für die Fortpflanzung ein gewisses Maß an Energiereserven (Fettreserven) und daher bekommen die Weibchen bei mir in der Zeit nach einer Geburt und vor einer Geburt wöchentlich ihr Futter weiter. Hier erhöhe ich auch die Futtermaße etwas. D.h. größere Futtertiere oder ein Futtertier extra. Ich füttere dann ca. 3 Ratten oder auch mal einen Hasen oder ein Meerschweinchen.
Sollte ich ein weibliches Tier nicht zur Paarung heranziehen, so fütter ich dieses Tier alle 10-14 Tage ganz normal mit Ratten weiter.

Die Männchen benötigen für die bevorstehende Paarungszeit nicht so große Fettreserven wie die weiblichen Tiere. Ein zu fettes Männchen kann sogar zu faul sein und die Paarung auslassen. Daher bekommen die adulten Männchen alle 10-14 Tage ihr Futter. Ich verfüttere dann 1-2 Ratten pro Fütterung.

In der Terrarienhaltung kann eine Boa leicht zu Übergewicht neigen. Es liegt also in der Verantwortung des Halters seine Tiere nicht zu überfüttern und die körperliche Erscheinung der Boa im Auge zu behalten und ggf. das Tier auch mal etwas auf Diät zu setzen.

Keine Sorge, wenn ein Tier mal nicht in regelmäßigen Abständen frisst. Das kommt immer wieder mal vor und schadet dem Tier nicht. Ich habe ein Männchen, dass recht unregelmäßig frisst und auch mal gerne 4-6 Wochen kein Futter mag.

In den Wintermonaten oder in der Paarunszeit / Zeit der Trächtigkeit bei Weibchen, kann es auch zur Futterverweigerung kommen. Männchen gehen nach der Paarunszeit normalerweise wieder ganz gut ans Futter. Bei den Weibchen ist es ganz unterschiedlich. Viele Weibchen verschmähen in der Zeit der Traächtigkeit das Futter und andere hingegen fressen einfach weiter. Jetzt sollte man den Weibchen nicht zu große Futtertiere anbieten, da der Körper durch die Trächtigkeit schon genug belastet ist.

Ob lebende oder tote Fütterung muss jeder Pfleger selbst entscheiden.
Bei einer Lebendfütterung kann es unter Umständen zu Verletzungen durch Bisse der Futtertiere kommen. Rein vorsorglich verweise ich hier auf den §4 Tierschutzgesetz.

§4 (1) letzter Satz: Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendige Kenntnisse und Fähigkeiten hat.


Terrarienstreu


Terrarienkork in der Körnung 3-8mm


Ich habe einiges an Terrarienstreu ausprobiert und bin bei Terrarienkork stehen geblieben. Terrarienkork ist sehr weich und hat keine scharfen und harten Kanten wie z.B. Buchenholzspäne und es ist leicht zu reinigen und kann ausgewaschen und wieder verwendet werden.

Weiter greife ich auch ganz gerne auf Zeitungspapier oder Küchentücher bzw. die schönen großen Rollen die die Ärzte benutzen zurück. Gerade in der Paarungszeit bietet Zeitung oder Küchentücher Vorteile und kann Hemipenisvorfälle vorbeugen.


Rückwandgestalltung

Ich verkleide meine Terrarien mit Flachverblender aus Kunststoff (Elastolith). Dies sind flexible Steinimitate aus Kuststoff für den Innen- und Außenbereich. Optisch in meinen Augen einfach sehr schön für und  sehr praktisch.
Die Verarbeitung ist kinderleicht und geht recht zügig.
Genaueres unter www.elastolith.nl



Hier ein Beispielbild des Hintergrundes mit Elastolith Flachverblender


Hier noch ein paar Bilder eines meiner Aufzuchtterrarien mit kaminrotem Elastolit und grauem Kleber verblendet.